Homepage von Alexander MiklósyHomepage von Alexander Miklósy


Ludwigsvorstadt – Isarvorstadt

Im 2. Stadtbezirk sind die ehemaligen Stadtbezirke der Isarvorstadt mit Schlachthof, Glockenbach, Gärtnerplatz und Dreimühlenviertel sowie die Ludwigsvorstadt mit Hauptbahnhof, Theresienwiese, Alter Südlicher Friedhof und dem Innenstadtklinikum zusammen geschlossen. Hier wohnen etwa 53.000 Menschen, davon 65 % in Single-Haushalten und 32 % sind ausländischer Herkunft. Das Stadtviertel gilt als besonders tolerantes Wohngebiet; alle sozialen Schichten und viele unterschiedliche Kulturen leben hier friedlich miteinander.

Die Ludwigsvorstadt sollte ein modernes, grünes Viertel werden, mit der Bavaria als optischem Zielpunkt. Erkennbar ist diese Planung noch um den Kaiser-Ludwigs-Platz und am "Vorstadtdom" St. Paul mit dem zweit höchsten Kirchturm Münchens. Der Wiederaufbau änderte den Charakter des Bezirks. Verwaltungsgebäude, Büros und Gastgewerbe verdrängten Wohnungen und Kleingewerbe. In den Hotels übernachten jährlich ca. 3 Mio. Gäste. Die Verkehrsberuhigung im Bereich der Innenstadtkliniken der Universität kommt der Genesung der Patienten und dem Lernerfolg der 2000 Medizinstudenten zu Gute. Nach der Grundsteinlegung im Jahr 2015 für die Portalklinik mit 200 Betten wird sich auch dieses Quartier zukünftig entwickeln, da nach und nach Kliniken von hier aus nach Großhadern abwandern werden.

Im Bahnhofsgebiet sollte der ständig anwachsende Druck durch immer mehr Vergnügungsstätten wie Spielhallen und Sexshops durch Bebauungspläne und die Ablehnung durch den Bezirksausschuss gemindert werden, was aber praktisch fast nicht mehr gelingt. Der Bevölkerungsanteil des Bahnhofsviertels wird tagsüber von der Anzahl von Beschäftigten weit übertroffen. Viele davon sind in den Unikliniken, sonstigen Kliniken, Versicherungs-, Immobilien- und anderen Büros tätig, die hier das Hauptgewerbe bilden. Ansonsten hat sich im Bahnhofsviertel auch ein geschäftlicher und kultureller Schwerpunkt von ausländischen Bürgern gebildet, die wesentlich zur Prägung des Bahnhofsviertels beitragen. Bei der in den nächsten Jahren geplanten Umgestaltung des Umfelds des Hauptbahnhofs, sowie dessen Neubau ist der Bezirksausschuss intensiv eingebunden.

Im Wiesnviertel stellt die Gestaltungs- und Nutzungsfrage der Theresienwiese einen Schwerpunkt der Bezirksausschussarbeit dar. Hier sieht sich der Bezirksausschuss als wesentlicher Faktor für die Erhaltung und Erweiterung der Grünfläche. Auch gilt es, diese besondere Freifläche mit ihrem Ensemble Bavaria und Ruhmeshalle mit eiszeitlicher Hangkante durch allzu intensive ganzjährige gewerbliche Nutzung für die Bevölkerung als Baudenkmal zu bewahren.

Das südlich angrenzende Schlachthofviertel hat eine sehr hohe Anzahl von "Einpendlern", die früh morgens den Schlachthof und die dazu gehörenden Gewerbebetriebe anfahren, aber auch abends die zahlreichen gastronomischen Betriebe besuchen. Dadurch wird der sowieso schon knappe Parkraum überstrapaziert. Verkehrsfragen (Parkplätze, Stauungen, LKW Verkehr, Fahrradrouten, Fahrradwege, Fußgänger) und die Beseitigung des Gründefizits stehen hier deshalb im Vordergrund des Interesses.

Die Isarvorstadt ist ein Miethaus- und Gewerbeviertel mit sehr hohem Altbaubestand. Erstmals entstanden in der städtebaulichen Entwicklung Münchens mehrstöckige Mietshäuser. Speziell der Bereich rund um den Gärtnerplatz ist am Reißbrett in der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt und in einem Guss aus dem Boden gestampft worden. Das gesamte Gebiet war von vielen Stadtbächen durchzogen. Nachdem der Glockenbach 1960 zugeschüttet wurde, fließt heute nur noch der Westermühlbach durch das Viertel. Ganz langsam gibt es aber Kräfte, die die Freilegung von Wasserläufen wieder betreiben. Die Umstrukturierung von einem Gemisch aus Wohnungen und Gewerbe zu einem sogenannten "attraktiven Wohnviertel" setzt sich fort.

Das Glockenbachviertel als Bindeglied zur Ludwigsvorstadt ist in Teilbereichen das am dichtesten besiedelte Wohnquartier Münchens. Zusammen mit dem Gärtnerplatzviertel verfügt es über die größte Anzahl von Lokalen in München, die sich zunehmender Beliebtheit besonders auswärtiger Besucher erfreuen. Spezielle Lokale wie die für die schwullesbische Szene und deren Freunde haben sich als Farbtupfer in der Vergnügungskultur etabliert. Durch die Massierung aller gastronomischen Einrichtungen ist die dortige Wohnbevölkerung nicht nur großen verkehrlichen Belastungen und einer enormen Parkraumnot ausgesetzt, sondern auch einer zunehmenden nächtlichen Lärmbelästigung. Der Bezirksausschuss versucht dabei zwischen den berechtigten Anliegen der Bewohner und Besucher ausgleichend zu vermitteln. Die Diskussion um die Aufhebung der Sperrzeit nahm im Bezirksausschuss 2 seinen Anfang und muss weiter differenziert für die jeweilige Situation in diesem Stadtteil gehandhabt werden. Die Verkehrsprobleme werden auch noch durch den Besucherverkehr des Deutschen Museums, des Deutschen- und Europäischen Patentamts, des Gärtnerplatztheaters und vielen weiteren Einrichtungen verstärkt.

Darüber hinaus sind in den letzten Jahren auch die Mietpreise im gesamten Bereich des Bezirksausschuss 2 rasant gestiegen, da sich dieser Teil des Stadtbezirks Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt zu einem bevorzugten Wohnviertel für gut verdienende Single-Haushalte entwickelt hat. Dadurch ist es teilweise zu einer Verdrängung der alteingesessenen und älteren Bewohner gekommen, wogegen der Erlass von Erhaltungssatzungsgebieten steuern soll.

Der im März 2014 neu gewählte Bezirksausschuss 2 besteht aus 25 Mitglieder, die sich in drei Fraktionen gliedern. Von den Parteien sind vertreten: SPD (6), CSU (6), Bündnis 90/DIE GRÜNEN (9), Rosa Liste (3) und FDP (1).

Der Bezirksausschuss 2 hat drei Unterausschüsse (UA) für die Vorbereitung der monatlichen (meist letzter Dienstag) Sitzungen gebildet. Die Bereiche: UA Bauen/Planen; UA ÖRM für Öffentlicher Raum, Verkehr, Veranstaltungen und Theresienwiese; UA KJS für Kultur, Jugend und Soziales.

Der Bezirksausschuss 2 hat folgende Arbeitsschwerpunkte: 1. Erhalt der vorhandenen Bevölkerungsstruktur und der Mischung von Wohnen und Gewerbe 2. Verbesserung des Wohnumfeldes durch Schaffen von mehr Grünflächen in den Wohnquartieren. 3. Erhalt der Theresienwiese als innerstädtische Frei- und Grünfläche mit Einschränkung von weiteren Großveranstaltungen, sowie deren ganzjähriger Nutzung. 4. Ausreichende Versorgung mit Kinder- und Jugendeinrichtungen und deren ausreichende finanzielle Unterstützung durch die Landeshauptstadt. 5. Verhinderung einer weiteren Zunahme von Spielhallen und anderen Vergnügungsstätten insbesondere im Bahnhofsviertel. 6. Linderung der Parkplatznot durch geeignete Maßnahmen wie Anwohnergarage oder Parklizenzbereiche. 7. Stadtviertel verträgliche Lösungen bei der Realisierung des Masterplans Hauptbahnhof. 8. Erhaltung der Vielfalt aller im Viertel lebender Bevölkerungsgruppen, sowie die Förderung des friedlichen Miteinanders.

Der Vorsitzende des Bezirksausschusses ist Herr Alexander Miklosy (Rosa Liste).

Geschäftsstelle:Landeshauptstadt München, Direktorium, Geschäftsstelle 1,   Bezirksausschuss 2

Tal 13, 80331 München

Tel. 22 80 26 73, Fax 22 80 26 74 

Email BA2@muenchen.de 

Öffnungszeiten Mo bis Fr von 9 bis 12 Uhr oder nach Vereinbarung